Anabolika

Hört man den Begriff des Bodybuilders, gibt es mehrere Schlagwörter oder Dinge, die man damit in Verbindung bringt. Neben in Öl eingeriebenen Körpern, schwere Gewichte und Hanteln oder dem berühmten Aufschrei, wenn sie die Gewichte stemmen, sind das vor allem Gerüchte um unerlaubtes Nachhelfen. Denn sieht man sich einen richtigen Bodybuilder an, ist da oft kein Gramm Fett mehr am ganzen Körper und alles ist mit Muskeln übersät. Wer selbst schon einmal einen Muskelaufbau zum Ziel hatte, wird wissen wie schweißtreibend und anstrengend so etwas ist.

Es gibt viele Mittel, die die Ausdauer, die Kraft und die Motivation steigern. Vieles ist allerdings dem Suchtmittelgesetz untergeordnet und die Einnahme daher verboten. Wer bereit ist solche Dinge zu schlucken um damit ein schnelleres Trainingsergebnis zu erreichen, muss aber auch tief in die Tasche greifen. Selbst jene Helferchen, die legal sind, können schon ein kleines Vermögen kosten. Ein Mittel, das sich in der Szene großer Beliebtheit erfreut, ist Anabolika. Die meisten haben es schon ausprobiert oder nehmen es sogar häufig und schwören vielleicht darauf. In der Gesellschaft hat das Anabolika kaufen allerdings einen schlechten Ruf und wird oft mit Drogen gleichgesetzt. Aber wieso es eher negativ behaftet ist, weiß niemand. Wieso das Mittel eher mit Vorsicht genossen werden soll, wird hier im Text später näher beschrieben.

Zunächst einmal zu den Bestandteilen von Anabolika. Drei Stoffe sind bei der Herstellung zentral. Das sind einerseits anabole Steride. Man muss nämlich wissen, dass Anabolika mit dem Hormon Testosteron arbeiten. Es hat zwei Wirkungen: Einerseits eine androgene, wo es das männliche Geschlechtssystem beeinflusst und andererseits eine anabole, die hilft das System und den Stoffwechsel anzuregen. Es wird nämlich die Proteinsynthese, also das Erzeugen von Eiweiß angekurbelt. Obwohl dies genau das positive am Medikament ist, gibt es auch negative Wirkungen, die unter anderem durch die androgene Wirkung ausgelöst werden. Weitere Bestandteile sind Sympathomimetika. Sie beeinflussen das vegetative Nervensystem, genauer gesagt den Sympathikus. Wachstumshormone sind der dritte und letzte wichtige Bestandteil. Wie der Name schon sagt, helfen sie, das Wachstum der Hormone anzukurbeln.

Jetzt weiß man erst einmal die Bestandteile, aber noch viel wichtiger ist auch über die Risiken und Gefahren aufzuklären. Diese reichen von Schädigungen der Leber und Niere bis hin zu Bluthochdruck. Häufige Begleiterscheinungen sind auch psychische Störungen oder Haarausfall. Am gravierendsten und öftesten nachgewiesen sind aber die Auswirkungen auf die männliche Potenz. Denn dadurch, dass weniger Spermien produziert werden, kann es zu Impotenz führen. Die negativen Auswirkungen sind aber von Person zu Person verschieden. Eines ist aber jedenfalls klar: Jugendliche sollten die Finger davon lassen, sie sind besonders gefährdet.

Was die Einnahme von Anabolika bei den vielen Nebenwirkungen aber wirklich bringt, darüber sind sich Mediziner und Wissenschaftler selbst nicht einig. Es kommt zur Gewichtszunahme, das scheint als erwiesen, wobei auch eine Schlank im Schlaf Diät nicht mehr helfen kann. Natürlich wird auch die Eiweißproduktion angeregt. Geht es um reinen Kraftsport kann das schon helfen. Wie Anabolika sich jedoch zum Ausdauersport verhalten, führte in Untersuchungen schon zu den unterschiedlichsten Ergebnissen. Einmal war das Ergebnis besser durch die Einnahme, ein andermal aber gleichbleibend, wenn nicht sogar schlechter.