Anatomie – Wie funktioniert der Muskelaufbau?
Viele trainieren darauf hin und wissen eigentlich nicht, was es damit auf sich hat. Das einzige Wissen, dass man oft darüber hat, ist dass dann die Haut straff und mit Muskeln durchzogen ist und dass man das vielleicht als Schönheitsideal sieht. Vielleicht hat man schon das eine oder andere Mal einen Muskelkater gehabt und weiß wie schmerzhaft ein Zuviel an Trainieren sein kann. Aber ein Muskelkater entsteht meist nur, wenn man das Dehnen nach der sportlichen Betätigung auslässt oder nicht richtig umgesetzt hat. Der eine oder andere wird auch die Erfahrung gemacht haben, dass gleich nach dem Trainieren die Arme oder Beine dicker sind. Wieso das allerdings so ist, fragt sich kaum wer. Dabei wäre es so wichtig diesen Vorgang zu verstehen um auch das Trainieren richtig anwenden zu können. Also soll hier erstmals Abhilfe geschaffen werden und ein biologisches Ein-Mal-Eins des Muskelaufbaus erfolgen.
Würde man sich so einen herkömmlichen Muskel ansehen, sieht man dass er aus vielen kleinen Muskelfasern besteht, die zwei verschiedenen Typen haben können. Das sind einerseits die FT (Fast Twitch) Fasern und die ST (Slow Twitch) Fasern. Um die Erklärung ein weniger zu vereinfachen, wird hier aber nur von Faser-Typ 1 (Fast Twitch) und Faser-Typ 2 (Slow Twitch) gesprochen. Typ 1 wird durch eine Mischung aus Kohlenhydraten, Fett und Sauerstoff in Bewegung gebracht. Seine Charakteristika sind, dass er sehr schwach ist, dafür aber durch eine große Vorratsspeicherung an Energie sehr ausdauernd ist. Ganz im Gegenteil dazu steht Typ 2, der durch Glykogen, ein Kohlenhydrat das von den Muskeln selbst erzeugt wird, betrieben wird. Dafür dass diese Muskelfasern sehr stark sind, haben sie aber wenig Ausdauer, da die Energie nicht gespeichert werden kann.
Es ist natürlich davon abhängig, welche Bewegung man macht und wie oft man diese ausführt. Denn wenn man etwa viel und schnell hintereinander trainiert, werden andere Muskelfasern aktiviert als wenn man nur einmal die Woche Joggen geht. Für das Muskelwachstum sind allerdings nur Fasern des Typs 2 zuständig. In der Hypertrophie, was die Verdickung der Muskeln bezeichnet, wird durch Ausdauer und Senkung des Energieverbrauchs ein Muskelwachstum erzeugt.
Da der ganze Vorgang aber recht kompliziert ist, soll er hier nochmal näher beschrieben werden. Trainiert man also viel und lange, dann kommt der Körper in eine Notsituation. Seine Muskeln erschöpfen und um das Ganze zu handhaben, macht der Organismus die Muskelfasern dicker um den Körper zu schützen. Das passiert aber nicht gleich nachdem man vom Hometrainer oder von der Streckbank aufsteht.
Zunächst werden die leeren Energiespeichern der Muskelfasern mit den nötigen Stoffen (hier Kohlenhydrate und Glykogen) aufgefüllt. Damit verhindert der Körper, dass es bald wieder zu einer derartigen Notlage kommt. Da die Muskelzellen sehr überbeansprucht wurden und erschöpft sind, werden sie repariert. Dies geschieht mit Hilfe von Eiweiß, das dem Körper entzogen wird. Das erklärt auch, wieso Sportler sehr viel eiweißhaltige Nahrung zu sich nehmen. Dann wird erst der Muskel dicker und die tatsächliche Hypertrophie tritt ein. In welchem Zeitrahmen der ganze beschrieben Vorgang passiert, ist schwer zu sagen. Es kann zwischen einem und sechs Tagen dauern. Natürlicher Muskelaufbau mit dem Crosstrainer ist eine Alternative zu dem herkömmlichen Trainingsplan.